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Spandau Ballet: Once More

 A l b u m   D e t a i l s


Label: Mercury Records
Released: 2009.10.27
Time:
55:10
Category: Pop/Rock
Producer(s): See Artists ...
Rating: *******... (7/10)
Media type: CD
Web address: www.spandauballet.com
Appears with:
Purchase date: 2009.12.18
Price in €: 9,99





 S o n g s ,   T r a c k s


[1] Once More (Spandau Ballet) - 4:06
[2] To Cut A Long Story Short (Spandau Ballet) - 3:50
[3] Gold (Spandau Ballet) - 4:17
[4] True (Spandau Ballet) - 5:45
[5] Chant No.1 (Spandau Ballet) - 3:33
[6] I'll Fly For You (Spandau Ballet) - 5:22
[7] Only When You Leave (Spandau Ballet) - 5:09
[8] Through The Barricades (Spandau Ballet) - 4:47
[9] She Loved Like Diamond (Spandau Ballet) - 3:24
[10] Communication (Spandau Ballet) - 3:15
[11] Lifeline (Spandau Ballet) - 4:06
[12] With The Pride (Spandau Ballet) - 3:25
[13] Love Is All (Spandau Ballet) - 4:05

 A r t i s t s ,   P e r s o n n e l


Tony Hadley - Lead Vocals, Synthesizers
Gary Kemp - Guitar, Keyboards, Backing Vocals
Martin Kemp - Bass
Steve Norman - Saxophone, Guitar, Percussion
John Keeble - Drums, Backing Vocals

 C o m m e n t s ,   N o t e s


2009 CD Mercury UK 2719809

Track [1] and [13] is brand new song for this release.



Spandau Ballet always did benefit from being a bit late. Far from being a pioneering work, their debut single To Cut a Long Story Short was released in November 1980, long after Gary Numan, John Foxx, The Human League and Orchestral Manoeuvres in the Dark had blazed a synth-pop trail – six months was a lifetime in those fast-moving post-punk days. To be fair, Chant No. 1 was a revolutionary white-funk record – although even there they were beaten to the punch by Heaven 17 – and their switch to lush blue-eyed soul with 1983’s True came one full year after ABC’s groundbreaking The Lexicon Of Love. And yet each time Spandau cleaned up by offering a version of their peers’ more radical experiments, one that would prove palatable for mainstream consumption. They’ve capitalised on being tardy again with their decision to reform this year, long after all the other 80s bands have attempted their comebacks. And it’s been the most successful one to date, with sell-out shows at the prestigious 02 when even Duran Duran, far bigger in their pomp, only managed academies and indoor arenas when they returned a few years back. Timing, then, has always been Spandau’s forte. They’ve also tended to have a keen sense of what the British public likes at any given moment, and on Once More they tap into the current national penchant for overblown adult balladry. And so, with producer Danton Supple, responsible for Coldplay’s X&Y, they decamped to Hook End studios in Oxfordshire to rework their back catalogue and give it the full X Factor treatment. There are two new songs here – the title track and Love Is All – and they are, in this context, and given the consistently bland treatment, virtually indistinguishable from their 80s hits. To Cut… is redone, to near comical effect, as a semi-acoustic rock song, and Chant No. 1 has been reduced to supper club vamp. True isn’t so dramatically different, but it’s far less lavish than the original, and thus less compelling – Swain and Jolley’s production was a key part of its journey to glory. That production would also provide balance for Tony Hadley’s foghorn croon – now, on Gold, the voice overpowers the song. In 1982, She Loved Like Diamond was a radical gesture, a bold foray into John Barry territory; it is now a generic MOR ballad.

Paul Lester - 2009-10-22
BBC Reviews



Still, just in time for Christmas.

Für die einen bedeutet die Rückkehr von Bands wie OMD, Ultravox oder den nun im Herbst 2009 auch wiedervereinten Spandau Ballet ein Revival des unerträglichen Sythie-Pop der 80er mit all seiner adretten Yuppie-Attitüde. Für andere ist es ein Aufleben des coolen Pop aus unbeschwerten Jugendjahren. Die stets eleganten und top gekleideten Spandau Ballett aus London feiern ihr Comeback mit den alten und großen Hits, aber sie zeigen sich auf Once More von einer Seite, die man so weder kannte noch erwarten konnte. Die Songs und Chartsstürmer wie „Gold“, „True“, „Only When You Leave” oder „Through The Barricades“ klingen so, wie das natürlich im feinen Zwirn eingekleidete Quintett sich optisch präsentiert: schlank! Natürlich verzichten die nach einem Berlin-Besuch zu ihrem Namen gekommenen Spandau Ballet nicht gänzlich auf Streicher und Bläser, aber sie wurden reduziert. Noch weiter zurückgefahren haben die Briten die überladenen Keyboards-Sounds mit ihrem Hang zu Bombast und Opulenz. So machen die Achtziger-Superstars viel Platz für luftige, semi-akustische Arrangements mit einem Unplugged-Flair und viel Jazz-Coolness. Die Lässigkeit litt darunter nicht, nein Spandau Ballet wirken nicht wie ein Fossil einer lange vergangenen Dekade, sie sind angekommen im hier und jetzt. Selbst ihr vielleicht bestes Stück, der wilde Funk-Voodoo-Tanzflächen-Knüller „Chant No.1“ wurde genauso gestutzt wie „To Cut A Long Story Short“. Zwei Tracks übrigens, die auch von Ballet-Hassern geschätzt wurden. Neben der Neuinterpretation alter Hits präsentieren Spandau Ballet auch zwei neue Lieder auf ihrem ersten Studioalbum nach 1989: den Opener „Once More“ wie das finale „Love Is All“. Was ohne Wissen gar nicht aufgefallen wäre, denn sie reihen sich nahtlos ein. Comeback gelungen.

Sven Niechziol - Amazon.de



"Wir bestellten ein paar Pints und kamen gleich super miteinander aus. Es ist immer wieder erstaunlich, wozu Bier in der Lage sein kann." So sprach Spandau Ballet-Sänger Tony Hadley im Sommer zwar über ein geplantes Duett mit Take That-Kollege Gary Barlow. Das Wiedersehen seiner alten Londoner Jugendfreunde dürfte kurz zuvor jedoch ähnlich verlaufen sein. Mir ist zwar absolut schleierhaft, welch gigantische Erfolgswellen die Reunion dieser konturlosen 80er Pop-Band in der Heimat England zu Tage fördert (Ausverkauft-Meldungen nach zwanzig Minuten, Zusatzkonzerte in größten Hallen), schönsaufen muss man sich "Once More" jedoch auch nicht. Dazu klingt die Platte einfach ... zu beliebig. Aber zeichneten sich Spandau Ballet-Songs vor 25 Jahren nicht genau durch dieses Attribut aus? Hierzulande hatte das Quintett streng genommen nur zwei richtige Hits: "True" und "Gold", beide Jahrgang 1983. In Großbritannien war das Volk standhaft und verlor erst 1989 das Interesse, was die Band prompt mit der Auflösung quittierte. "Once More" ist nun jedoch nicht, wie weithin kolportiert, ein Best Of-Album mit zwei neuen Songs. Es ist ein komplett neu eingespieltes Album mit zwei neuen Songs ("One More", "Love Is All") und vielen alten Melodien. Dies wiederum hat zur Folge, dass man die Band kaum wieder erkennt, da die alten Trademarks - seichte Synthie-Sounds und Beats aus der Konserve - völlig verschwunden sind. Ähnlich wie der Kollege Midge Ure auf einer Tournee überführen nun auch Spandau Ballet ihr 80er-Oeuvre in ein zeitgemäßes Poprock-Format, das in letzterem Fall seinen Platz problemlos zwischen Take That und Ronan Keating finden sollte. Nur Steve Normans gutes altes Saxophon macht den Unterschied. Was nicht heißt, dass die Versionen schlecht umgesetzt wären: Der Megahit "Gold" behält seinen zeitlos melancholischen Refrain, ein neuer Songpart fügt sich wie selbstverständlich ein und Sänger Hadley schluchzt tatsächlich noch genau so ergreifend (oder nervtötend, je nach Gusto) wie zu Jugendzeiten. "Chant No. 1" zeigt die Oldies sogar überraschend funky. Dass sich selbst ehemals schwer synthetische Songs wie "To Cut A Long Story Short" dem neuen Gitarrenkorsett fügen müssen, mag bedauerlich erscheinen. Mit "I'll Fly For You" und "Through The Barricades" haben Spandau Ballet aber leider auch Songs geschrieben, die man nicht einmal mehr in einer Panflötenversion hören mag. Es gibt dennoch wenig Gründe, warum sich das Formatradio an der neuen Single "Once More" stören sollte, einem schluffig runtergespielten Popsong ohne jegliche Ecken und Kanten. Der zweite neue Song "Love Is All" stammt nicht von Hauptsongwriter Gary Kemp, sondern von Sänger Hadley, was sich für die Zukunft der Band auf Dauer eher hinderlich auswirken könnte. Wie sagte Helge Schneider einmal so schön: "Alkohol bringt die Menschen zusammen - und auseinander." Manchmal ist beides tragisch

laut.de



Die alten 1980er-Hits in neuen Versionen.

In den 1980er-Jahren konnte man als junger Musiker schnell ein paar Millionen Platten verkaufen. So auch Spandau Ballet, eine der englischen Bands, die an das Erbe von Roxy Music anknüpften. Sie waren nie so glamourös wie ihre Konkurrenten, weil ihnen der Goldanzug von ABC oder die Yacht von Duran Duran fehlten. Doch die im Kern aus Sänger Tony Hadley sowie den Brüdern Gary und Martin Kemp bestehende Band hatte Songs, die zu den einprägsamsten der meistgeliebten, meistgehassten Pop-Dekade zählen. Fürs Comeback hat nicht nur Hadley ein paar Pfunde abgespeckt, auch „True“, „Gold“ und „Only When You Leave“ bekamen eine Diät verordnet. Statt eine weitere Best-Of-Platte zu veröffentlichen, ging man ins Studio und arrangierte die Hits halbwegs stilvoll um. Wo früher Keyboard und Synthie waren, erklingen Orgel und Piano. Die pathetischen Effekte, zum Beispiel in der Ballade „Through The Barricades“, wurden durch Subtileres ersetzt, nur das häufig präsente Saxofon blieb. Die Songs klingen wie aus einem Guss, das düstere „To Cut A Long Story Short“ und der Karaoke-Hit „Gold“, die früher nichts gemeinsam hatten, stehen hier gut nebeneinander. Die neuen Stücke „Once More“ und „Love Is All“ hätte man sich dagegen sparen können. Hier wird der Unterschied zwischen gutem, seelenschürfendem Kitsch und banalem Kitsch allzu deutlich. Sie sollen den Applaus genießen, aber     besser kein neues Studioalbum mehr machen.

Sebastian Fasthuber
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 L y r i c s


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